HypnoBirthing

Um es gerade vorneweg zu nehmen, mittels Hypnobirthing verfällt man in eine Hypnose, wie man sie vom Film kennt und bekommt nichts mit. Aber Hypnobirthing ist eine Art der Geburtsvorbereitung, die zu einer sanfteren Geburt mit weniger Schmerzen führen kann. Den Ursprung hat diese Geburtsmethode in den Ausführungen von Dr. Grantly Dick-Read, welcher sagte, dass Angst Anspannung auslöst und Anspannung wiederum Schmerzen verursacht. Er stellte darauf basierend eine Geburtsvorbereitungsmethode auf, die vor allem die Frauen aufklärte und Entspannungs- und Lockerungsübungen beinhaltete. 

Daraufhin entwickelte die Amerikanerin Marie Mongan das Konzept weiter und gab den werdenden Eltern in einem Buch ihre Gedanken zu Hypnobirthing mit auf den (Geburts-)Weg.

Was ist HypnoBirthing?

Im Grundsatz ist Hypnobirthing eine Methode der Geburtsvorbereitung. Schwangere Frauen lernen hierbei unter anderem Entspannungs-, Atem- Meditations- und Visualisierungstechniken und bereiten so auf eine möglichst angstfreie Geburt vor. Schwangere sollen mittels Hypnobirthing selbstbewusst, stressfrei und negativen Vorahnung an eine Geburt heran gehen. So wird beispielsweise mit Visualisierungen gearbeitet (–> eine Blume öffnet sanft und langsam ihre Blüte). Auch das Verhältnis zum Partner beziehungsweise dem Geburtsbegleiter nimmt im Hypnobirthing-Konzept einen grossen Stellenwert ein. Dieser soll unterstützend und fördernd wirken; dies beispielsweise mit Berührungen, einem abgesprochenen Geburtsplan oder beruhigenden Massagen. Wichtig ist auch das Kennen des eigenen Körpers und das Vertrauen in diesen und dessen Stärke.

Einer der wichtigsten Punkte im Hypnobirthing ist das eigene Loslösen von Ängsten und negativen Gedanken. So wird beispielsweise nie von Wehen gesprochen, sondern von Wellen. Dies, da das Wort bereits mit Schmerzen negativ konnotiert ist (“Weh” gleich Schmerzen). Frauen, die die mittels Hypnobirthing-Techniken gebären, berichten denn zum Teil auch von einfacheren, sanfteren, ja gar schnelleren Geburten.

Was ist Hypnobirthing nicht?

Wenn man von Hypnobirthing hört, mag man zuerst an eine Art Hypnose wie im Film denken. Man gebärt, versetzt durch Hypnose, in einem tiefen Schlaf, gerät in einen Bewusstseinsverlust und nimmt rundherum nichts mehr wahr. Dem ist ganz klar nicht so und Hypnobirthing hat nichts von all dem. Weder verliert man sein eigenes Bewusstsein, noch ist man völlig dem Hypnotiseur ausgeliefert. Vielmehr geht es bei einer Geburt mittels Hypnobirthing um Tiefenentspannung, Selbstvertrauen und eine koordinierte Atmung. Diese soll – unter anderem mit Techniken der Selbsthypnose – erreicht werden. Die gebärende Frau behält jedoch zu jeder Zeit die Kontrolle über ihr eigenes Ich, dieses wird durch verschiedene Methoden gar gefördert.

Vorteile der Geburtsvorbereitung mittels Hypnobirthing

Jede Frau, jede Schwangerschaft und auch jede Geburt sind verschieden. Daran ändert sich nichts durch das Anwenden von Hypnobirthing während der Schwangerschaft und beim Geburtsvorgang. Die antrainierten Techniken können aber durchaus verschiedene grössere und kleinere Vorteile mit sich bringen. Diese können unter anderem die Folgenden sein:

  • besseres Körperbewusstsein und Vertrauen in den eigenen Körper
  • bessere Vorbereitung auf die Geschehnisse während einer Geburt
  • Weniger Schmerzen und Stress sowie mehr Entspannung und Geborgenheit während der Geburt
  • eine schnellere und sanftere Geburt
  • Abbau von Ängsten, welche durch eine frühere Geburt entstanden sind
  • besserer Einbezug des Partners oder der Geburtsbegleitung
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